KUNST gegen KRIEG - Das Lesefestival 2017 mit Sir Kristian Goldmund Aumann presents KARL KRAUS - Die letzten Tage der Menschheit in Kulturhaus St.Andrä-Wördern am 09.09.2017

KUNST gegen KRIEG - Das Lesefestival 2017 mit Sir Kristian Goldmund Aumann presents KARL KRAUS - Die letzten Tage der Menschheit

Kulturhaus St.Andrä-Wördern

Samstag, 09.09.2017 | 19:00
Lesung



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Beschreibung des Events

St. Andrä-Wördern wird zum Woodstock der LITERATUR: Das LESEFESTIVAL 2017 bereichert, als literarisches Ereignis, den heurigen Kultursommer/Kulturherbst in Niederösterreich.

Literatur verbindet Menschen - Literatur schafft Räume - Literatur setzt sich über Grenzen hinweg. (Zitat: Sir Kristian Goldmund Aumann) Unter diesem Motto läuft "DAS LESEFESTIVAL 2017" mit Sir Kristian Goldmund Aumann in St.Andrä-Wördern. An vier spektakulären LITERATUR-ABENDEN wird der Regisseur, Schauspieler und Poet Sir Kristian Goldmund Aumann herausragende Werke der Weltliteratur zum Besten geben; passend zu den Abenden simulieren Originalschauplätze - Literatur in Bildern, für Spannung und Unterhaltung ist gesorgt. In der Darstellung, ungezählter Charaktere der WELT-BÜHNE, lässt Sir Kristian Goldmund Aumann Bewährtes hinter sich; wendet sich neuen Formen der Präsentation und Rezeption zu. Die Abende unter freiem Himmel, ein schöngeistiger KULTURGENUSS, für alle Liebhaber klassischer Literatur.
Zu guter Letzt und last but not least soll, nicht unerwähnt bleiben, dass auch das GAUMENFREUDIGE und MUSISCHE, keinesfalls fehlen darf; dafür sorgen auserwählte Musik sowie vortreffliche Kulinark, die harmonisch raffiniert abgestimmt, und damit passend zu der Thematik der jeweiligen Abende, das Abenteuer LITERATUR in Bildern zum RUND-UM-ERLEBNIS machen werden.

KARL KRAUS die letzten TAGE der MENSCHHEIT mit Sir Kristian Goldmund Aumann

Die Aufführung des Dramas, dessen Umfang nach irdischem Zeitmaß etwa zehn Abende umfassen würde, ist einem Marstheater zugedacht. Theatergänger dieser Welt vermöchten ihm nicht standzuhalten. Denn es ist Blut von ihrem Blute und der Inhalt ist von dem Inhalt der unwirklichen, undenkbaren, keinem wachen Sinn erreichbaren, keiner Erinnerung zugänglichen und nur in blutigem Traum verwahrten Jahre, da Operettenfiguren die Tragödie der Menschheit spielten. Die Handlung, in hundert Szenen und Höllen führend, ist unmöglich, zerklüftet, heldenlos wie jene. Der Humor ist nur der Selbstvorwurf eines, der nicht wahnsinnig wurde bei dem Gedanken, mit heilem Hirn die Zeugenschaft dieser Zeitdinge bestanden zu haben. (Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit)

Soeben wurde der Krieg erklärt. Zeitungsausrufer preisen die neuesten Nachrichten an. Ein Journalist meint zum Anderen: „Schau dir bitte das Volk an, wie es gärt!" Euphorie treibt die Massen durch die vormals leeren Straßen und Gassen der alten Kaiserstadt; aus den Trommeln des Bösen, Donnerknall; ein bedrohlicher Wirbel, er lässt die Soldaten marschieren, im Gleichschritt marschieren. Die Stadt bebt - lauthals qualmen Wortfetzen aus glühenden Zigarren - pure Ekstase; und der Schein trügt diesmal, wahrlich, nicht - ist das Zauberwort, es zündelt und entzündet die abscheuliche Fackel des Krieges.

"Nieda! Hauts alles zsamm! Bravo! Jetzt is Krieg! Serbien muss sterbien, jeder Schuß ein Ruß!" skandiert das aufgebrachte Volk.

Im Zuge des Lesefestival 2017 in St.Andrä-Wördern, feiern Larven und Lemuren, Masken des tragischen Karnevals, fröhliche Urstände; eine augenscheinliche Auferstehung, eine groteske Auferstehung aber zugleich auch eine mahnende Auferstehung aus einer längst verloren geglaubten Zeit. Sir Kristian Goldmund Aumann spielt und liest eine vortreffliche Auswahl, aus denen Karl Kraus, sein 220 Szenen umfassendes Jahrhundertwerk, zusammensetzte.

"Die letzten Tage der Menschheit" ist eine "Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog" von Karl Kraus (1874 - 1936). Das Stück hat weder eine überschaubare Anzahl von Protagonisten noch eine fortlaufende Handlung, sondern besteht (in der Originalfassung) aus zweihundertzwanzig Szenen, in denen hunderte von Figuren aus allen Gesellschaftsschichten auftreten und die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges darstellen.

Karl Kraus hat zeitlebens polarisiert. Dem entsprach seine Erscheinung: sein Bewusstsein der eigenen Bedeutung war immens und dieser Polarisierung zweifellos förderlich. Dieses Selbstbild entbehrte nicht jeder Grundlage: die Hörer seiner Lesungen waren von der Persönlichkeit des Vortragenden fasziniert. Seine Anhänger sahen ihn als unfehlbare Autorität an, die allen, die er förderte, jede Unterstützung zukommen ließ, um sie ins rechte Licht zu rücken.

Wien
In einer Straße des dritten Bezirkes
ist ein wutkranker Schakal aufgetaucht.

Nirgend auf der Hemisphäre
leben solche Mißgeburten
wie im Land der Habedjehre;
und jetzt tragen sie noch Gurten.

Aug vom Schwein, Hyänenpranke,
doch ein elegantes Tragen,
in den Köpfen kein Gedanke —
da muß man schon tulli sagen.

Drahn und obidrahn ihr Leben,
es ist eine eigene Sekte,
und mir wills den Magen heben
schon vor diesem Dialekte.

EINTRITT FREI - FREIE SPENDE - FREIE PLATZWAHL

Wann: 09 September, 2017 19:00 Uhr

Kulturhaus St.Andrä-Wördern - "KUNST gegen KRIEG - Das Lesefestival 2017 mit Sir Kristian Goldmund Aumann presents KARL KRAUS - Die letzten Tage der Menschheit" am 09.09.2017. Hier findest du die besten Fotos und Videos. Warst du auch selbst dabei und hast fotografiert? Na dann her mit deinen Fotos! Lade sie hoch und zeige sie deinen Freunden.

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